»Eine Musik zwischen  Aufbruch und Retro-Effekt, zwischen lichter Experimentierfreude und klassischem Zuschnitt. ... Schweiger steigert den Spannungsbogen von sinnlich-zarten Klangclustern zu einer fast schon an die Free-Jazz-Experimente der 70er erinnernde Melodiehaftigkeit, die mit unwiderstehlichem Groove lockt.«

(Augsburger Allgemeine, 2018)

 

»Den elementaren Bodenstoff dieses Gedankenstroms, der durch Ur-Tiefen und Naturalismen entlang der Abbruchkanten einer sich verändernden Gesellschaft führt, lieferte die Komposition. Stepha Schweiger ließ das Ensemble atmen, tasten, schweben, im Raum agieren.«

(Süd-West-Presse, 2018)

 

»Stepha Schweiger hat ein eher minimalistisch gehaltenes Klangband komponiert, schillernd und mit feinen Spannungen aus der spezifischen Umwandlung des Woolf’schen Textflusses heraus.«

(nmz - neue musikzeitung, 2017)


 
 
Stepha Schweiger

 

Avantgarde-Komponistin, Produzentin, Pianistin/Keyboarder-Singer/Songwriter

 

Stepha Schweiger ist in den 1980-er Jahren im Post-Punk, später in der neuen Musik aktiv. 

Ihr spezifischer Stil bewegt sich in Minimal, Experimental, Industrial, Free Jazz, Song.

Sie kommt auch aus der Spektralmusik und arbeitet unter anderem mit natürlicher Stimmung.

 

Stepha Schweiger lebt in Berlin.


 

Aktuell: 

 

Im Juli 2018 veröffentlicht Stepha Schweiger ihr aktuelles Album - Now I m a Plant, produziert von Hanno Leichtmann mit elektronischen Sounds, Bässen und Loops.

 

Am 10. Oktober 2018 folgen zwei Remixe von Pyrolator und In the garden of beauty auf stephaschweiger.bandcamp.com

 

Am 06. Oktober 2018 wird "ver.blich" für Kontrabass und Elektronik beim Steirischen Herbst Graz, beauftragt vom musikprotokoll, in neuer Fassung für den IKO-Lautsprecher uraufgeführt.

 

2017 bringt sie ihr 100-minütiges Musiktheater "The Mark on the Wall", nach der gleichnamigen Geschichte von Virginia Woolf aus dem Jahre 1917, in London und Berlin zur Premiere, gefolgt von einer Aufführung im April 2018 in Ulm.

 

 

 

Künstlerischer Werdegang:

 

Kindesalter: Kreationen aus Performances und Tonaufnahmen. Klavierunterricht, Chorsingen, fünf Jahre Tanzunterricht bei Krippner Regensburg. Schulzeit: Kennenlernen der 12-Ton- und elektronischen Musik. Grundstudium der Philosophie, Musikwissenschaft, Linguistik und Aktivität im Independant- und Experimental-Musik-Bereich. Austausch mit Raffael Rheinsberg, Bob Rutman und anderen.

 

Kompositions-Studien bei Horatiu Radulescu. Gespräche mit Helmut Lachenmann, Earle Brown, Dieter Schnebel, Friedrich Goldmann, Barbara Monk Feldman. Kompositions-Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Gösta Neuwirth und Walter Zimmermann mit Abschluss Meisterschüler. Klavierstudien bei Cristian Petrescu und Larry Porter. Jahreskurs am Ircam, Paris, Aufenthalt am Institute of Sonology, Konservatorium Den Haag.

 

Vorträge, Lehrtätigkeit (Auswahl):

Institut für Neue Musik Berlin (Luciano Berio: Sequenze-Meisterkurs), Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (Reihe "Komponieren zur Zeit" und Mentorin: Diplom über Tristan Murail), University of New Mexico, Albuquerque, USA (Kompositions-Workshop und Vorträge beim Composers Symposium), Kunsthochschule für Medien Köln (Microtonal Projects) und andere.

 

1993 schuf sie ihr erstes experimentelles Musiktheaterwerk 1au9tu9mn3, beauftragt durch den Senat Berlin. Ihre Werke werden international aufgeführt und bei Radio- und TV-Sendern thematisiert.

 

Stepha Schweigers Texte über "Komposition, Sprache und Alltag", und Intonation werden in KunstMusik World Edition Köln, KunstZeitung Usedomer Kunstverein, Positionen (Rezension) veröffentlicht. Sie analysierte ausgewählte Werke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Bezug auf ihre zeitliche Organisation.

 

Ihre Musik wird bei den Labels Subup Records München, GGM Galler Musikverlag Berlin, little salt und anderen herausgegeben. 

 

Seit den 1980-er Jahren Cassetten/LP/Single/CD/DVD-Produktionen, sowie 2006-2017 in ihrem Songprojekt „Stepha", mit dem sie 2006 die CD "Through the Screen" und 2015/16 die Indie-Pop-EP "Dissolve into" (CD/Vinyl/Single) heraus bringt. 2018 folgt das Album "Now I m a Plant", produziert von Hanno Leichtmann und remixed von Inthegardenofbeauty und Pyrolator.

 

 

Ihre Arbeiten führt sie auf und werden gespielt bei:

musikprotokoll im Steirischen Herbst Graz

Tete a Tete Opera Festival London

Staatsoper Berlin Unter den Linden, Atonale Festival

Festival Agora, Ircam Paris

Suoni del Corpo Festival Rom

Festival für neue musik im Stadthaus UIlm

Composers Symposium, Albuquerque, University of New Mexico, USA

Werkschau Senat Berlin

Kulturbrauerei Berlin

Acker Stadt Palast Berlin

Unerhörte Musik Berlin

BKA Nachtclub Berlin

Pop - Der Laden Berlin

Madame Claude Berlin

Frauenmusiktage Weimar

Darmstädter Ferienkurse

Randfestspiele Zepernick

Lucero Festival Paris

und bei weiteren Festivals und Veranstaltungen in Deutschland, England, Italien, Tschechien, Istanbul, Brasilien und an anderen Orten.

 

 

Stepha Schweiger                                     chronologische Werkliste (Auswahl)

 

 

 

Titel (Jahr)              Instrumentierung          Dauer / Details / Ort und Jahr der Uraufführung

 

 

 

 

 

Saprobie (1989/1990) Trompete, Saxophon, Piano, 2 Violinen, Kontrabass 13

 

 

Nine Pieces (1990) Filmmusik für Trompete, Posaune, Saxophon, Perkussion, Piano,                                                Synthesizer, 2 Violinen, Viola, Kontrabass 9/ Preis beim Oberhausener                                                Festival / Berlin 1990

 

 

Songs 1 (1992) Stimme(n), Piano (eigene Texte) ca. 30

 

 

Erspähet (1990/1992) Altstimme, Piano (eigener Text) 5

 

 

Sp19ri9ng one (New York, 1991) Piano 20 / Studioeinspielung in New York, 1991, auf                                                   MC erschienen und uraufgeführt in Berlin 1992

 

The Swing (New York, 1991/1999) Variables Streichtrio frei / Passau 1996

 

 

Envelopes - für Gisburg (1993) Solo für Sing- und Sprechstimme / Performance (Texte: Antonin Artaud und aus Zeitungen) frei / Portraitkonzert Berlin 1993 / Neue Version: Berlin 2016, aufgeführt von Natalia Pschenitschnikowa

 

 

amidst - für Lil Steen und Barbara Thun (1993) Musiktheater für Singstimme, Schauspiel und Präpariertes Klavier (ohne Text) frei / Portraitkonzert Berlin 1993

 

 

Words - für Lil Steen (1993) für eine Sprechstimme (Text: Andrej Tarkowskij) / Portraitkonzert Berlin 1993

 

 

1au9tu9mn3 - für Ebba Rohweder, Matthias Bauer, Simon Jacob Drees, Robert Hoare, Alex Brustmann (1993) Experimentelles Musiktheater für vier variable Instrumente und Tanz (1) 60 / Kompositionsauftrag vom Senat Berlin / Künstlerhaus Bethanien Berlin 1993

 

 

Stück für einen Menschen (1994) für einen bis unbestimmt viele Menschen  frei / Ort unbestimmt, 1994

 

 

Stück für einen Stromzähler, einen tropfenden Wasserhahn und eine Person (1994) frei

 

 

28 - für das ConGioccoEnsemble (1994) Experimentelles Musiktheater für Flöte, Klarinette, Horn, Posaune, Violoncello, Kontrabass 28 / Kompositionsauftrag vom ConGioccoEnsemble / Tage der Frauenmusik, Weimar 1994

 

 

La Crescenza di 49 (1994) Flöte, Klarinette, Violoncello, Kontrabass 7 / Hochschule der Künste Berlin 1994

 

 

Floréal (1994) Flöte / Randspiele Zepernick 2012 durch Erik Drescher

 

 

Solo für Ebba - für Ebba Rohweder (1994) Flöte 60 / Kompositionsauftrag vom Senat Berlin, Studioeinspielung und CD-Release 1994 / Kulturbrauerei Berlin 1994

 

 

Sites (1994) Horn, Violoncello 18 / Kompositionsauftrag der Künstlergruppe G-Lock, Passau / Kulturmodell Passau, 1994 (neue Version 2012, Einspielung und Release der neuen Version 2012)

 

 

metaxy 1 - für Anna Clementi (1995) Solo für Sing- und Sprechstimme / Performance (Texte aus Träumen und Erlebnissen der Sängerin) frei / Berlin 1996

 

 

Vahide (1995) Solo für Violoncello mit Singstimme 19 / Hochschule der Künste Berlin 1995

 

 

ekloge (1996/1997) Mezzosopran, Viola, Gitarre, Perkussion (Text: Vergil) 10 / Hochschule der Künste Berlin 1997

 

 

frango phragmón - Gösta Neuwirth zum 60. Geburstag (1996/1997) Akkordeon / Berlin 1997 durch Gerhard Scherer (extended Version 2012)

 

 

Ashra - für Barbara Thun, Janis Somerville, Claudia Sgarbi und Martin Lonak (1997) Musiktheater für Sing- und Sprechstimme (1), Sprechstimme/Performance (1), Perkussion (2) (Text: Kabir) 89 / Kompositionsauftrag vom Bezirk Berlin-Schöneberg, Christine Crecelius / Ateliers Crellestraße 1997

 

 

Sommerregen (1997) gemischter Chor a-cappella (Text: Thomas Bernhard) 8 / Staatsoper Berlin, 2018

 

 

Skira - für Klaus Schöpp, Claudius von Wrochem, Gerhard Scherer (1997) Flöte, Violoncello, Akkordeon 14 / Kompositionsauftrag vom Bezirk Berlin-Schöneberg, Christine Crecelius / CD- und DVD-Release 2012 / Neue Musik im Lichthof, Berlin 1997

 

 

the garden of flowers - für Barbara Thun (1997) Mezzosopran (Text: Kabir) 10 / Kompositionsauftrag / Zionskirche Berlin 1997

 

 

pandory - für Jutta Philippi und Claudia Sgarbi (1997) Marimbaphon, Piano 13 / Berlin 1998

 

 

Spirkel (1998) Theatermusik für Oboe, Horn nach Goethe 13 / Kompositionsauftrag / Sophiensäle Berlin 1998 

 

 

exilata - für das Ensemble Accroche Note (1998) Sopran, Klarinette (Text: Emile M. Cioran) 5 / Kompositionsauftrag des Festivals Lucero / Paris 1998, auch für Sopran, Flöte / 2013, und für Sopran, Fagott

 

 

asphodels 1-7 - für Steve Altoft (1999) Trompete, nach Möglichkeit elektrisch verstärkt 4 / Neue Musik im Lichthof Berlin 1999

 

 

Fresko - Crocifissione  - nach dem Triptychon von Perugino in der Chiesa Sancta Maria Magdalena dei Pazzi, Florenz (1999) Großes Orchester 7

 

 

sum1999mer - für Daniela Linkiewicz (1999) Textanweisungen zum Bauen einer Partitur, Violine 10 / Kompositionsauftrag / Zionskirche Berlin 1999

 

 

sum1999mer 1 - 8* - für Silvia Ocougne / für Dr. Helga and Thomas Ulrich (1999/2000) Textanweisungen zum Bauen einer Partitur für Flöte / Klarinette / Posaune / (Mezzo-) Sopran / Bassstimme (Text: Goethe) / Piano, Kompositionsauftrag von Dr. Helga und Thomas Ulrich / Gitarre für Silvia Ocougne / Violine / frei / seit 1999

 

 

Postkarte - Erzengel-Michael-Teppich - inspiriert durch eine Postkarte von Peter Ablinger und den Wand-Teppich aus dem Mittelalter im Domschatz zu Halberstadt (2000) für großes Ensemble:

2 Fl, Ob, 2 Kl, Fag, Horn, Trp, Pos, Tuba, Sax, Harfe, Piano, 2 Perk, 2 Vl, 2 Vlen, 2 Vc, Kb 13

 

 

ver-blich für Didier Meu (2001) Kontrabass, elektronische Klangbearbeitung in Echtzeit, Zuspielband (digital), inspiriert durch "Èloge de la fadeur" von François Jullien 14 /                                                   Festival  Agora, IRCAM Paris 2002

 

 

Spur (2002/2003) Streichtrio (Vl, Vla, Vc), Studioeinspielung 2015, 15

 

 

BerlinTaumel (Den Haag, 2002/2003) Elektronische Komposition, 10 Teile , 20 / Institute of Sonology, Den Haag / Acker Stadt Palast Berlin 2016

 

 

sum1999mer’ für Hilary Jeffery (1999/2004) Textanweiseungen zum Bauen einer Partitur für amplifizierte Posaune, / Amsterdam 2004

 

 

Schneefeld (2004) für Johannes Öllinger - Konzertgitarre, nach Möglichkeit elektrisch verstärkt 5’ / beauftragt von Caroline Delume / uraufgeführt von Johannes Öllinger, Berlin 2005 

 

 

asphodels 8-10 für Matthias Bauer (2004) Kontrabass, nach Möglichkeit elektrisch verstärkt 3 / Randspiele Zepernick 2012

 

 

perpetual für Eva Curth (2005) Konzertharfe, nach Möglichkeit elektrisch verstärkt 8 / Studioeinspielung und CD-Release 2013 durch Eva Curth / Uraufführung in Lübeck 2005 durch Elena Lavrentev

 

 

Songs 2 (2004-2012) Stimme, Piano / Gitarre oder Band 120 / CD-Releases 2006 und 2015 / ab 2006

 

 

Engel für Eva Zöllner und Eva Curth (2011) Szene für Harfe, Akkordeon und Zuspiel mit Sprechstimme, (Text: Lil Steen) 16 / Berlin 2011 

 

 

Totraum (in memoriam Heinz Brink) (2011/2012) Violoncello 10 / Kompositionsauftrag / Portraikonzert Kunstpavillon Heringsdorf 2012

 

 

frango phragmón extended (1996/1997/2012) Akkordeon und elektronische Bearbeitung 10 / CD- und DVD-Release 2012

 

 

Sites (neue Version) (1994 / 2012) Violoncello und Horn 11 / Studioeinspielung, CD- und DVD-Release 2012 / Portraikonzert Kunstpavillon Heringsdorf 2012

 

 

d. o. a. r. (2010/2013) Streichquartett mit Sprechstimme

 

 

d. o. a. r. (2010/2013/2015) Streichquartett mit Sprechstimme, Szenische Version

 

 

hiddensee 2 für Roman Trekel und Isa von Wedemeyer (2013) Bariton und Violoncello (Text: Ulrike Draesner), Kompositionsauftrag Bezirk Berlin-Steglitz-Zehlendorf / Berlin Schwartzsche Villa 2013

 

 

Songs 3 (2014-2015)

 

 

Three Early Fluxus Pieces ( ... / 2015)

 

 

Durcharbeiten - Dieter Schnebel zum 85. Geburtstag - für Anna Clementi und Ariane Jeßulat (2015) für eine/n Sänger/in, Sprecher/in, Performer/in und eine/n Pianisten/in, Sprecher/in, Performer/in / Berlin, Akademie der Künste 2015

 

 

Das Geräusch einer Hand denken  (2015) szenisch, Textpartitur für Posaune, Saxophon, Akkordeon, Violine

 

 

Envelopes (1993/2016) neue Version: inspiriert und aufgeführt von Natalia Pschenitschnikowa, Berlin 2016, Unerhörte Musik

 

 

Frost Pattern - Eisblume (2016) für E-Gitarre und Bassflöte, optional mit elektronischen Sounds, geplant für Darmstädter Ferienkurse 2016

 

 

The Mark on the Wall (2003 / 2014 - 2017), Musiktheater nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Virginia Woolf von 1917, 100 Min, UA 2017: Konzertant in London, Tete a Tete, und szenisch in Berlin, Acker Stadt Palast, gefördert durch den LAFT und das Ministerium für Bildung und Kultur Baden-Württemberg

TRAILER nach einer Bearbeitung von Aniara Amos: youtube

 

 

Connecting… Skizze für 4 elektrische Orgeln und Tape, 2017 Elisabethkirche Berlin

 

 

 

Koi (2017), Elektronik, Text: Anna Hetzer, Sprechstimme: Stepha Schweiger, Acker Stadt Palast Berlin 2017

 

 

 

Koi Song (2017), für Anna Clementi, Performance mit Fragmenten des Women s March von Ethel Smyth, Brasilien 2017, gefördert durch den Senat Berlin

 

 

 

Drunken Trees (2018), fixierte Elektronik, beauftragt von Pacifico Exercises, gefördert von INM Berlin, Acker Stadt Palast Berlin 2018

 

 

 

ver.blich (2001 / 2018), Kontrabass und Elektronik, 2018 für Margarethe Maierhofer-Lischka und IKO Lautsprecher, eingerichtet von Peter Venus, neu bearbeitet für das musikprotokoll im Steirischen Herbst Graz 2018

 

 

 

Pas d Asphodeles (2017/18) für Nathan Plante, Trompete und Elektronik 

 

 

Take a Seat (2019), Stimme und Performance: Natalia Pschenitschnikowa, Elektronik, beauftragt von Pacifico Exercises II, gefördert von INM Berlin, Acker Stadt Palast Berlin, April 2019

 

 

* können als Soli oder in beliebigen Ensemblekombinationen ausgeführt werden